Die Mobiliar erzielte ein ausserordentlich hohes finanzielles Ergebnis, insbesondere aufgrund der Reduktionder Beteiligung an der Swiss Marketplace Group. Auch die überdurchschnittlich hohen Realisierungsgewinne haben zum guten Ergebnis beigetragen.

Im Jahr 2025 standen die von US-Präsident Donald Trump eingeführten Zölle im Fokus. Dieser Umstand sorgte in Verbindung mit zahlreichen geopolitischen Konflikten wiederholt für zwischenzeitliche Schwankungen an den Märkten. Dennoch zeigte sich die Wirtschaft resilienter als erwartet und verzeichnete insgesamt ein solides Wachstum. Die Aktienmärkte profitierten von hohen Unternehmensgewinnen und hohen Erwartungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Die Zinsentwicklung zeigte unterschiedliche Tendenzen: Während kurzfristige Zinsen sanken, stiegen die langfristigen Zinsen in der Schweiz leicht an. Angesichts von Schwächesignalen am US-Arbeitsmarkt senkte die amerikanische Notenbank Fed ihren Leitzins, obwohl die Inflationsrate hartnäckig bei über 2% verharrte. Nach schrittweisen Senkungen beliess die Schweizerische Nationalbank den Leitzins unverändert auf 0%, um einer drohenden Deflation entgegenzuwirken. In der Folge verlor der US-Dollar über 12% gegenüber dem Schweizer Franken.

Finanzielles Ergebnis

Die Mobiliar weist für das Jahr 2025 ein finanzielles Ergebnis von CHF 901.9 Mio. aus, welches den Wert des Vorjahres deutlich übertrifft. Die hohe Abweichung ist grösstenteils auf die Reduktion der Beteiligung an der Swiss Marketplace Group zurückzuführen. Obwohl sich börsennotierte Sachwerte insgesamt positiv entwickelten, spiegelt sich ein Grossteil des Wertzuwachses nicht im finanziellen Ergebnis wider, sondern wird in den nicht ergebniswirksamen Neubewertungsreserven im Eigenkapital abgebildet. Das finanzielle Ergebnis wurde neben den laufenden Erträgen hauptsächlich durch Realisierungsgewinne und negative Währungseffekte beeinflusst. Aufgrund der hohen Marktbewertungen erzielte die Mobiliar insbesondere bei Gold, Aktien und Fondsanteilen hohe Gewinne aus Verkäufen. Dies aufgrund von Umschichtungen, um die Quote der einzelnen Anlagekategorien wieder auf die strategischen Zielwerte zu reduzieren. Nachdem sich der US-Dollar 2024 gegenüber dem Schweizer Franken leicht erholt hatte, verlor er im Berichtsjahr deutlich an Wert. Diese Tatsache belastete das Ergebnis trotz einer weiter ausgebauten Währungsabsicherungsstrategie. Der Euro hingegen blieb mit einem Rückgang von weniger als 1% gegenüber dem Schweizer Franken nahezu unverändert.

Wertentwicklung und Neubewertungsreserven

Von der positiven Marktentwicklung profitierten die Neubewertungsreserven mit einem Anstieg von rund 27%. Die Neubewertungsreserven stiegen insbesondere für Gold stark an, jedoch konnten auch Aktien und Immobilien gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen. Das gesamte Anlagevolumen zu Buchwerten stieg um 8.4% auf CHF 23.028 Mia. an.

Anlagerendite

Auf durchschnittlich investierten Kapitalanlagen zu Buchwerten von CHF 22.133 Mia. (Vorjahr CHF 20.635 Mia.) erzielte die Mobiliar eine Anlagerendite, definiert als finanzielles Ergebnis geteilt durch die durchschnittlich investierten Kapitalanlagen, von 4.1% (Vorjahr 2.0%).

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