Trotz anhaltender geopolitischen Konflikten, dem US-Handelsstreit und schwankenden Finanzmärkten war das Anlagejahr insgesamt positiv.Ein robustes Wirtschaftswachstum, solide Unternehmensgewinne und die hohen Erwartungen an Künstliche Intelligenz führten zu guten Finanzergebnissen.
Anfang April verhängte US-Präsident Donald Trump am sogenannten «Liberation Day» umfassende Zölle auf Importe in die USA. Dies führte weltweit zu Unsicherheiten in der Handelspolitik und schürte Sorgen über die wirtschaftliche Entwicklung. Der US-Dollar geriet unter Druck und verlor gegenüber dem Schweizer Franken über 10% an Wert. Der Handelskonflikt verstärkte Rezessionsängste und nährte die Erwartung, dass die US-Leitzinsen bis Ende 2025 deutlich sinken dürften.
Die nach der ersten Ankündigung ausgehandelten Zollabkommen zwischen den USA und verschiedenen Ländern entschärften die wirtschaftliche Situation wieder. Die US-Wirtschaft erwies sich widerstandsfähiger als erwartet und trotzte den Handelszöllen. Gleichzeitig führten die Zölle zu Inflationssorgen, die sich teilweise bestätigten. Als der US-Arbeitsmarkt Anzeichen von Schwäche zeigte, senkte die amerikanische Notenbank Fed ihren Leitzins, obwohl die Inflationsrate weiterhin hartnäckig über 2% lag. Anfang August führte die USA einen Zollsatz von 39% auf Schweizer Importe ein. In Kombination mit dem starken Schweizer Franken stellte dies eine bedeutende Herausforderung für die Schweizer Wirtschaft dar. Die angekündete Senkung des Zollsatzes auf 15% verbesserte die Aussichten jedoch etwas. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hatte ihren Leitzins bereits im Juni noch vor der Zollankündigung auf 0% gesenkt, um einer drohenden Deflation entgegenzuwirken.
Europa blieb weiterhin von politischen Unsicherheiten geprägt, wie die wiederholten Misstrauensvoten in Frankreich verdeutlichten. Der zunehmende Trend zu einer eigenständigeren Verteidigungspolitik führte insbesondere in Europa zu höheren geplanten Verteidigungsausgaben und steigenden Zinsen. Gleichzeitig sorgten sinkende Inflationsraten dafür, dass die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Leitzins mehrfach herabsetzte.
Die hohe Unsicherheit trieb den Goldpreis auf immer neue Rekordstände. Haupttreiber waren die geopolitischen Spannungen, die hohe Nachfrage von Investoren sowie die anhaltenden Zukäufe von Zentralbanken, die Gold zur Diversifikation ihrer Währungsreserven nutzen. Die Aktienmärkte reagierten zunächst mit ausgeprägten Schwankungen. Im weiteren Jahresverlauf erholten sie sich jedoch deutlich und erreichten mehrfach neue Höchststände. Allerdings belastete der schwache US-Dollar die globalen Aktienkurse in Schweizer Franken.