Die Mobiliar wächst im Nicht-Lebengeschäft weiterhin stark und erneut über dem Markt.Wiederholt war die Mobiliar von überdurchschnittlich hohen Unwetterschäden betroffen. Der Felssturz in Blatten (VS) führte zu brutto Schadenaufwänden von rund 140 Millionen Franken.

Positionierung und Marktanteile

Die Mobiliar behauptete sich weiterhin sehr erfolgreich im wettbewerbsintensiven Schweizer Versicherungsmarkt – dies in einem von zahlreichen Herausforderungen geprägten Umfeld. Dank erstklassigen Produkten und Serviceleistungen, der hohen Vertriebskraft und dem Engagement der Mitarbeitenden konnte die Mobiliar ihre Position weiter stärken. Gemäss Prämienreporting des Schweizerischen Versicherungsverbands (SVV) konnte sie ihren Marktanteil weiter auf 20.9% ausbauen.

Im Jahr 2025 verzeichnete die Mobiliar ein sehr erfreuliches Prämienwachstum von 5.4% (Vorjahr 5.8%). Die Vertriebszahlen konnten weiter gesteigert werden, was vor allem auf die starke Neugeschäftsproduktion zurückzuführen ist. Auch bei den Ersatzgeschäften, also bei Vertragsanpassungen, resultierten bedeutende Mehrprämien, die höher als im Vorjahr ausfielen. Zudem blieb die Austrittsquote in etwa stabil.

5.4%


Prämienwachstumim Nicht-Leben

Innovationen und Prozessoptimierungen

Die Mobiliar bietet ihren Kundinnen und Kunden erstklassige Produkte und Serviceleistungen mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Da Versicherungen ein Leistungsversprechen für die Zukunft sind, ist es zentral, Produkte und Serviceleistungen kontinuierlich weiterzuentwickeln, um diesem Anspruch auch künftig gerecht zu werden. Daher überprüft die Mobiliar regelmässig die Positionierung ihrer Produkte auf Basis von Kundenbedürfnissen und unter Einbezug von Marktvergleichen.

Im Berichtsjahr konnten im Rahmen der übergreifenden Modernisierung weitere Produkte auf der neuen IT-Plattform lanciert werden. Ein weiterer Meilenstein war die Migration der Bearbeitung von Kranken- sowie Teilen der Unfallschäden auf die Schadenplattform Mobiliar Claims System (MCS). Das neue System trägt massgeblich zur Entlastung bei, indem es administrative Abläufe deutlich vereinfacht, wodurch mehr Zeit für die Kundenbetreuung bleibt. Auch der gesamte Prozess der Motorfahrzeugschadenregulierung wird vereinfacht, unter anderem mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Seit Anfang 2025 laufen Tests zur KI-basierten Bilderkennung, die einschätzt, ob beschädigte Bauteile repariert oder ersetzt werden sollen.

Die Mobiliar optimiert nicht nur bestehende Produkte und Prozesse, sondern erweitert diese auch. Im Berichtsjahr wurde die Abdeckung innerhalb der Wetterversicherung erweitert, Massnahmen und Angebote zum Schutz vor Cyberangriffen für KMU-Betriebe lanciert sowie das Angebot der Tochtergesellschaften bexio und Protekta durch ein Pilotprojekt zum Thema Versicherungsschutz im Arbeits- und Mietrecht ausgebaut.

Schadenverlauf

Bereits das fünfte Jahr in Folge war die Mobiliar von überdurchschnittlichen Aufwänden für Elementarschäden betroffen. In den Vorjahren handelte es sich vor allem um Überschwemmungs- und Hagelschäden, während das Berichtsjahr geprägt war vom Felssturz am 28. Mai in Blatten. Aus diesem verheerenden Ereignis erwartet die Mobiliar Bruttoschäden von rund CHF 140 Mio.

Die Schadenaufwände in der Motorfahrzeugversicherung sind aufgrund der Inflation auf Ersatzteilpreisen und von Reparaturkosten weiter angestiegen und auch die Diebstahlschäden in der Haushaltsversicherung hielten sich auf hohem Niveau. Ansonsten war der Schadenverlauf nicht auffällig. Insgesamt resultierte eine überdurchschnittliche Schadenbelastung von 67.7%, die leicht höher ausfiel als im Vorjahr (67.6%).

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