Besser zusammen in Möhlin

Als in Jacqueline Kyms Wohnsiedlung die Tiefgarage brannte, stand Daniel Ryser gleich doppelt im Einsatz:in der Nacht zusammen mit der Feuerwehr, am Tag als Schadenchef der Mobiliar Rheinfelden für seine Kundinnen und Kunden.

Es ist ein lauer Sommerabend an diesem 2. Juli 2025. Jacqueline Kym legt sich gegen Mitternacht in ihrer Erdgeschosswohnung in Möhlin schlafen, als sie wahrnimmt, wie Rauchschwaden und beissender Rauchgestank zum offenen Fenster hineinströmen. Aus der Garage ihrer Wohnsiedlung hört sie erste laute Knallgeräusche. Sie hastet hinaus auf den Flur, wo sie auf ihre Nachbarin stösst. Zusammen rennen sie hinunter zur Tiefgarage und entdecken, dass diese brennt.

«Es lief wie ein Film vor meinen Augen ab. Als Schulleiterin wusste ich, was zu tun war, da wir jährlich die Evakuationssituation im Schulhaus üben Ebenso meine Nachbarin, die bei der Polizei arbeitete. Aber es ist dann doch anders, wenn es einem direkt betrifft.» Um 23.45 Uhr alarmieren sie die Feuerwehr in Möhlin. Jacqueline Kym weckt ihre Tochter, packt ihre Katze ein und schliesst Fenster und Türen ihrer Wohnung.

Löscharbeiten dauern die ganze Nacht

Die Feuerwehr lässt nicht auf sich warten: Innert Minuten erscheint sie mit einem Grossaufgebot, evakuiert alle Bewohner:innen und beginnt mit den Löscharbeiten. Daniel Ryser, Schadenleiter der Mobiliar in Rheinfelden koordiniert als Feuerwehrmann, in der Zentrale, die Bedürfnisse der Hilfskräfte vor Ort und sorgt dafür, dass es ihnen sowie den evakuierten Personen an nichts fehlt. «Einen Einstellhallenbrand dieses Ausmasses hatten wir in der Region noch nie», sagt der 48-Jährige. Es dauert die ganze Nacht, bis der Brand vollständig unter Kontrolle ist.

80 Autos – alle verloren

Am nächsten Tag zeigt sich das Ausmass des Schadens: Alle rund 80 eingestellten Fahrzeuge erleiden mehrheitlich einen Totalschaden. Schadenursache ist ein technischer Defekt an einem Fahrzeug mit Verbrennermotor. Wegen Einsturzgefahr der Garage konnten sämtliche Fahrzeuge erst nach einer Woche geborgen werden. Rund ein Drittel der Fahrzeuge ist bei der Mobiliar versichert. Darunter Jacqueline Kyms Wagen. Er stand gleich neben dem brandverursachenden Fahrzeug und brannte vollständig aus. «An mein Auto habe ich in dieser Nacht kaum gedacht. Ich war einfach froh, dass beim Brand niemand verletzt wurde», erzählt die Kundin.

Ich war immer auf dem Laufenden und gut über die nächsten Schritte informiert.

Jacqueline Kym, Kundin

Trotz des nächtlichen Einsatzes steht Daniel Ryser seinen betroffenen Kundinnen und Kunden schon am Tag nach dem Brand voll zur Verfügung: «Ich habe Tisch und Stuhl vor der Zufahrt aufgestellt, Schäden aufgenommen und den ganzen Tag über Fragen beantwortet», erzählt der 48-jährige Schadenchef. «In solchen Situationen ist es einfach wichtig, für die Kunden da zu sein, sie zu beruhigen und ihnen kompetent Auskunft zu geben.» Sogar Geschädigte von anderen Versicherungsgesellschaften seien auf ihn zugekommen, sagt er schmunzelnd.

Gleichzeitig leitet er Bergungs- und Reinigungsarbeiten ein und kontaktiert abwesende Kund:innen. «Die einen waren bereits in den Sommerferien und wussten noch nicht, dass ihr zurückgelassenes Auto Totalschaden erlitt», erinnert sich Ryser. Über Wochen hinweg begleitet er seine Kundschaft, informiert, erklärt. Jacqueline Kym sagt rückblickend: «Ich war immer auf dem Laufenden und gut über die nächsten Schritte informiert.» Inzwischen hat sie ein neues Auto gekauft und ist sehr zufrieden, wie die Mobiliar ihren Schaden bearbeitet hat.

Hand in Hand zusammen

Die Kundin und der Schadenchef sind beide in Möhlin aufgewachsen – man kennt sich bestens. Das sei bei ihnen auf dem Land so, sagt Daniel Ryser: «Feuerwehr, Gemeinde, Bewohnerinnen und Bewohner, Mobiliar, Kundinnen und Kunden: Wir arbeiten alle Hand in Hand zusammen.» Vieles fällt einfacher, wenn man sich kennt.

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